… das ist meine erste Assoziation, wenn es um Suchmaschinenoptimierung geht. Es gibt unwahrscheinlich viele Parameter die man beachten muss. Das fängt an beim Quellcode, geht über Metaauszeichnungen und endet nicht zuletzt beim Inhalt der Seite. Von Verlinkungen zu guten anderen Webseiten gar nicht zureden. Was man auf der eigenen Seite einstellen kann, das beschreiben Stephan Czysch, Benedikt Illner und Dominik Wojcik in ihrem Buch „Technisches SEO“. Der Untertitel des Buches verspricht sogar nachhaltige Suchmaschinenoptimierung für Website- und Shopbetreiber, SEO- und Marketingprofis und für Webentwickler. Das ist eine ziemliche heterogene Zielgruppe – Webentwickler und Marketingprofis. Ok, in 16 Kapiteln werden Stellschrauben für den SEO-Erfolg angegangen. Wenn man dies als Anleitung nimmt und in die eigene Seite integriert kommt man sicher einen großen Schritt nach vorn. Ich habe (wie erwartet) viele mir bekannte Dinge gefunden, einige neue bzw. Faktoren, die ich bisher nicht beachtet habe. Besonders gut finde ich die erwähnten Links, die wie mit einer Art Linkverkürzer (seobuch.net/XXX) zu den Quellen im Netz führen. In einigen Teilen geht es sehr in die Tiefe zum Beispiel im Kapitel Ajax und JavaScript. Ich vermute mal, das schaut sich kein Marketingprofi an – man weiß es nicht. Das kleine Glossar am Ende finde ich auch ganz nützlich.

Technische SEO von Czysch, Illner und Wojcik aus den  O'Reilly Verlag

Technische SEO von Czysch, Illner und Wojcik aus den O’Reilly Verlag

Mein größtes Problem: Das hier so schön Aufgeschriebene veraltet – quasi mit Warp-Geschwindigkeit. Kaum geschrieben und gedruckt, führt google das nächste Update durch. Alle SEO-Beiteiligten stöhnen und versuchen zu analysieren, was jetzt wie bewertet wird und welche Features nicht mehr beachtet werden. Viele ähnliche Anleitungen gibt es auch im Web und diese sind dann eben aktueller (bspw. Suchradar.de). Ähnlich ist es mit den Analysetools (Kapitel 14 im Buch) für die Webseiten. Es gibt sie in unterschiedlicher Qualität und „wie Sand am Meer“. Im Kapitel 16 geht es um Suche mit Operatoren wie „and“ oder „filetype“. Wieviel Prozent der Suchmaschinenbenutzer benutzen so etwas? Knapp niemand?

Mein Fazit: Hier haben sich die Autoren viel Mühe gegeben. Viele Einflussfaktoren werden aufgezählt. Der Leser erhält einen guten Überblick, über Faktoren die google bei einer Website bewertet. Aber mit jedem Tag veraltet gerade dieses Wissen und am Ende des Jahres ist das Buch nur noch halb so wertvoll.

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