Das wär’s – einfach programmieren, so kleine Sachen, was nützliches zum laufen bringen am eigenen Rechner. Das wär doch mal eine nette Sache. Viele ‚Nicht-Programmierer‘ haben diese Idee. Ich hatte diese Idee auch und möchte meine Erfahrungen teilen. Welche Grundlagen hatte ich, was habe ich ausprobiert und wo stehe ich jetzt?

Die Grundlagen

Ich bin kein Programmierer (natürlich nicht), kein Informatiker, habe keine Ausbildung in einem Informatik-Beruf. Ich habe Linguistik studiert, neben dem Studium Webseiten erstellt und während des Studiums Kurse belegt wie: Unix für Nebenfächler, inklusive C-Grundkurs (Immer war der Pointer weg – :-(). Was konnte ich:

  1. In meiner Schulzeit (die Jahre hatten vorn noch eine 19) habe ich Basic und Assembler programmiert unter Anleitung getippt,
  2. kriege eine Shell auf und kenne grundlegende Befehle wie ls, cd, cat, pipe und sowas,
  3. was ich nicht kenne kann ich mir suchen,
  4. ich kann Code in einen Editor tippen, den als Programm abspeichern und ausführen,
  5. wenn ich nach einer Stunde Problemlösungssuche nichts erreicht habe, suche ich mir den nächstgelegenen Programmierer und bitte um Hilfe

Das waren meine Ausgangsvoraussetzungen. Und nicht ganz unwichtig: Ich wollte besser werden.

Der Start

Udacity

Welche Programmiersprache? Da fängt’s schon an. Auch wenn die vorherrschende Meinung ist, das wär‘ egal. Mit irgend etwas muss man anfangen. Bei mir war das Python. Neben einem Onlinekurs, wurde das bei meinem Arbeitgeber angeboten. Sie wissen schon: Mal sehen wer sich neben den Programmierern noch für Programmierung interessiert. Das was so … naja, gab Höhen und Tiefen. Endet damit, das der Referent dann doch mehr arbeiten musste und die Kurse ausfielen. Aber ich war gestartet. Parallel dazu fand ich einen Online-Kurs von Udacity. Und den konnte ich weiter machen. Was machen die? Jemand erzählt in einem Video was auf Englisch etwas, danach kommt eine interaktive Übung. Sprich Sie können da was eintippen und kriegen gesagt/gezeigt ob es funktioniert oder nicht. Nach einigen Vorlesungen kommen die Übungen. Das ist schon mal ziemlich viel. Besonders, wenn man bedenkt, dass der Kurs 7 Lektionen enthält plus Abschlußprojekt.

Was ist doof? Naja, ist alles auf Englisch und machmal muss man wirklich dreimal hinhören. Die interaktive Lern-/ Programmierumgebung ist gewöhnungsbedürftig. An einigen Stellen wollte ich „nur“ etwas erklärt haben und ausprobieren und keine Videos sehen. Deshalb kam ich zu codeacademy.com.

 Codeacademy

Dort wird nur programmiert. Keine Videos, nur kurze Erklärungstexte und Übungsaufgaben. Wenn das Programm läuft, hast du es begriffen (hoffentlich). Wenn man eine Stunde lang an einem Problem sitzt und nicht weiter kommt nervt das. Keiner da zum fragen. Das dürfte nebenbei bemerkt eines der größten Probleme der Online Kurse sein: Der Schüler fühlt sich allein, ist frustriert und gibt auf. Dann schlägt die Stunde der Community. Ich habe die Links Forum/ Community etc. immer ignoriert. Aber hey, in Not … klickt der Anfänger auch ins Forum. Und ich bekam tatsächlich nach weniger als einer Stunde eine Antwort auf mein Problem, die mir auch noch geholfen hat. Da war ich schon etwas begeistert. Ja, muss ich sagen. Also einer meiner wichtigsten Tipps: Schaut ins Forum oder zu den anderen.

Wie geht’s weiter:

Gibt’s das nur auf Englisch? Behind programming. Bücher? Das besprech‘ ich in Teil zwei des Blogposts.

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